27. Februar 2026
Ein Schornstein fällt – die Energiewende wächst: Sprengung in Ibbenbüren ebnet den Weg für BalWin2
Am 22.02.2026 wurde ein spektakuläres Kapitel der fossilen Energiegeschichte geschlossen: Die kontrollierte Sprengung des 275 Meter hohen Schornsteins des ehemaligen Steinkohlekraftwerks Ibbenbüren markiert das Ende einer Ära. Der Schornstein des „Pütt“, wie das Kraftwerk umgangssprachlich genannt wurde, war nicht nur ein Wahrzeichen der Region Ibbenbüren, sondern ein Orientierungspunkt bis nach Münster und Osnabrück.
Mit rund 15.500 Tonnen Beton und Stahl war es eine beeindruckende logistische Leistung, die mit der Unterstützung von über 150 Expert*innen und 100 Einsatzkräften umgesetzt wurde.
Doch dieser Abschied ist zugleich ein Aufbruch: Am Standort entsteht im Auftrag der Amprion GmbH die Konverterstation BalWin2 – ein zentraler Baustein der Energiewende. Ab 2031 sollen mit der Offshore-Netzanbindung BalWin2 rund zwei Millionen Menschen in NRW mit erneuerbarer Energie versorgt werden– ohne zusätzliche Flächenversiegelung.
Nachhaltigkeit trifft Innovation
Beeindruckend: Rund 97 % der Rückbaumaterialien des alten Kraftwerks sollen recycled werden. Ein Teil des direkt vor Ort aufbereiteten Abbruchmaterials (Betonbruch) soll für den Unterbau (die Gründung) des Konverters und des Umspannwerkes wiederverwendet werden. Das spart Ressourcen, reduziert Transportwege und zeigt, wie Vergangenheit und Zukunft Hand in Hand gehen können. Der Rückbau ist ein Symbol für den Wandel: Kohle geht, Wind kommt – und das bei minimalem Eingriff in die Natur durch Nachnutzung der bestehenden Industriebrache.
Wir bei convis GmbH sind wir stolz darauf, mit unserer Leistung in der Projektsteuerung Teil dieses zukunftsweisenden Projekts zu sein. Gemeinsam gestalten wir die Energiewende in Deutschland.
ℹ️ Weitere Informationen im WDR Bericht „Sprengung in Ibbenbüren: Kraftwerk-Schornstein erfolgreich gesprengt“.



