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© Bild Webseite Berliner Dom/Visualisierung BASD Architekten
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Berliner Dom – Start der nächsten Projektphase

Weiterentwicklung und Sanierung der Hohenzollerngruft

Die Baugeschichte des Berliner Domes reicht bis in das Mittelalter zurück. Der Dom, so wie er heute an der östlichen Seite des Lustgartens steht, wurde unter Kaiser Wilhelm II nach Plänen von Julius Carl Raschendorff 1905 fertiggestellt. Auch die Geschichte der Hohenzollerngruft ist geprägt von Umzügen und Abrissen. Sie beginnt in den Jahren nach 1536, als Kurfürst Joachim II die Gewölbe unterhalb der ehemaligen Dominikanerkirche am südlichen Schlossplatz zur Grablege seiner Familie bestimmte. Mit dem Abriss der Dominikanerkirche, 1747, wurden die Särge in den damaligen Neubau der Domkirche überführt, bevor sie 1905, an gleicher Stelle, in die Gruft des heutigen Domgebäudes einzogen.

Seit 1999 ist die Grablege für Besucher öffentlich zugänglich. Nachdem sich die Besucherzahlen von damals 400.000 auf über 700.000 im Jahr 2018 erhöht haben, sind die Sanierung der Gruft und die Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur wichtige Voraussetzungen, um die Hohenzollerngruft als einen Ort würdevoller Totenruhe zu erhalten, gleichzeitig aber auch zu einem erlebbaren Ort preußischer Geschichte zu machen.

CONVIS steuert das Projekt in einer Projektmanagementgemeinschaft mit Höcker Project Managers für die Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin.

Nach Abschluss der Entwurfsplanung und der Freigabe öffentlicher Fördermittel von über 16 Millionen Euro wurden bereits im Frühjahr dieses Jahres die Särge aus der Gruft in ein Kunstlager verbracht und somit Baufreiheit für die im Sommer 2020 beginnenden Arbeiten geschaffen. Während der gesamten Zeit der Bauarbeiten bleibt der Dom, als Ort für Veranstaltungen, Konzerte und Gottesdienste in Funktion.

Auch der bei Touristen beliebte Ausblick vom Rundgang der Domkuppel soll weiterhin möglich sein. Bis zum geplanten Abschluss der Arbeiten, im Frühjahr 2023, ist es daher eine besondere Herausforderung, den Gebäudebetrieb und die Baumaßnahmen möglichst reibungslos miteinander zu koordinieren.

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