Highlights

© Berliner Wasserbetriebe

Zwischenmeilenstein für den Neubau einer Klärschlammverwertungsanlage (KVA) in Waßmannsdorf

Einhebung der Klärschlammtrockner in die Anlage

Die Menge an Abwasser von Berlin und Umgebung steigt zunehmend. Um dieses professionell zu reinigen und den anfallenden #Klärschlamm umweltfreundlich zu entsorgen und zu verwerten, entsteht mit der neuen Anlage in Waßmannsdorf eines der größten Investitionsprojekte der Berliner Wasserbetriebe (BWB). Statt der bisherigen landwirtschaftlichen Verwertung oder Mitverbrennung in Kraft- oder Zementwerken soll der Klärschlamm mit der neuen KVA in Zukunft zu 100% in eigenen Verbrennungsanlagen thermisch verwertet werden. Dafür muss dieser zunächst entwässert und anschließend teilgetrocknet werden.


Am 08. & 14. Juni wurden jeweils 2 der insgesamt 4 für die Trocknung benötigten neuen Klärschlammtrockner in Waßmannsdorf in die Anlage eingehoben. Die neuen Scheibentrockner mit einem Gewicht von jeweils rund 80 Tonnen wurden per Mobilkran angehoben und über Schienen ins Gebäude eingebracht. Die Trockner werden künftig über eine Krananlage sowie eine entsprechende Fördertechnik beschickt und sollen über 40 Tonnen Klärschlamm pro Stunde teiltrocknen, bevor der dann teilgetrocknete Klärschlamm in 3 Wirbelschichtöfen verbrannt wird. Die bei der Verbrennung freiwerdende Wärme wird als erneuerbare Energie zur Dampf- und Stromerzeugung genutzt. Aus der beim Verbrennungsprozess entstehenden Asche soll zukünftig Phosphor zurückgewonnen werden.

CONVIS ist als Nachunternehmer von TBF + Partner AG tätig, die von den Berliner Wasserbetrieben mit der Generalplanung beauftragt worden sind. Unser Team übernimmt die Bau- und Qualitätsüberwachung vor Ort.


Mit der Einbringung der Schwergewichte in die Anlage ist ein weiterer Projektmeilenstein erreicht und wir freuen uns, dass alles reibungslos funktioniert hat.


Weitere Fakten zum Projekt:

  • In der KVA sollen jährlich rund 64.000 Tonnen Klärschlamm sowie ca. 4.000 Tonnen an Rechengut verbrannt werden können.
  • Gemeinsam mit der bereits existierenden KVA in Ruhleben werden die Berliner Wasserbetriebe zukünftig in der Lage sein, den kompletten Berliner Klärschlamm selbst thermisch zu verwerten.
  • Die bei der Verbrennung des Klärschlamms entstehenden Aschen ermöglichen die Rückgewinnung von #Phosphor, welche ab 2029 gesetzlich vorgeschrieben ist. Dieser wird beispielsweise in der Düngemittelproduktion benötigt.
  • Aus der freiwerdenden Energie soll außerdem Fernwärme ausgekoppelt und Strom für das Klärwerk in Waßmannsdorf erzeugt und perspektivisch der eigene Verbrauch der Anlage gedeckt werden.
Redaktionsstand:

Hier wird die Geschichte Berlins lebendig

weiterlesen

Das war die 6. IPA-Konferenz 2024

weiterlesen